Tourismusinformationszentrum des Bezirks Ignalina

PHILIP GLAS | JUSTĖ JANULYTĖ | RYTIS MAŽULIS

Konzerte

Am 17. April im Herrenhaus Paliesius – acht Celli, ein Pianist, hypnotische, pulsierende Musik von Philip Glass und zwei Werke litauischer Komponisten, die der Tradition des Minimalismus angehören.

Das Programm widmet sich Philip Glass’ Dracula-Suite für Cellooktett und Klavier. In diesem Konzert wird der Cello Club das Werk zum ersten Mal aufführen – das Ensemble, das mittlerweile zum Oktett angewachsen ist, spielt gemeinsam mit der Pianistin Indre Baikštyte. Diese Fassung für Cellooktett und Klavier stammt von Philip Glass’ langjährigem Weggefährten, dem Pianisten und Dirigenten Michael Riesman. Das Werk erzeugt ein langsames, hypnotisches Klangfeld – eine pulsierende, vielschichtige Struktur, deren Dramaturgie sich durch langsam wechselnde, abwechslungsreiche Wiederholungen entfaltet.

Das Werk entstand Ende des 20. Jahrhunderts, als Universal Pictures Ph. Glass einlud, einen neuen Soundtrack für Todd Brownings Filmklassiker „Dracula“ von 1931 zu komponieren. Da die Originalfassung des Films fast keine Musik enthielt, wählte der Komponist eine Streichquartett-Besetzung – eine Kammermusik, die eine intime und zugleich spannungsgeladene emotionale Atmosphäre schafft und dabei Genreklischees vermeidet. Die Uraufführung fand in Zusammenarbeit mit dem legendären Kronos Quartet statt.

Neben Ph. Glass präsentiert das Musikprogramm Werke der litauischen Komponisten Justė Janulytė und Rytis Mažulis – zwei Kompositionen, die zwar der Tradition des Minimalismus angehören, sich aber dennoch unterscheiden. In Janulytės Werk „Unanime“ wird das Cellooktett als ein einziger Organismus wahrgenommen – ein einziger, atmender Klangkörper, in dem die einzelnen Stimmen in einem gemeinsamen Klangfluss aufgehen. Mažulis’ „Circulatio“ hingegen basiert auf dem Prinzip der zyklischen Bewegung – Wiederholungen, Rotation und einem präzise organisierten Ablauf, der während der Aufführung eine lebendige, pulsierende Form annimmt. Beide Werke erweitern auf ihre Weise die Idee von Musik als einem sich ständig verändernden System, das sich im Fluss der Zeit entwickelt.

 

 

Informationspartner:

Programm

Justė Janulytė – UNANIME

Rytis Mažulis – CIRCULATIO

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Philip Glass – DRACULA
Dracula – Die Reise zum Gasthaus – Das Gasthaus – Die Kutsche ohne Fahrer – Dr. Van Helsing und Dracula – Im Theater – Sanatorium Seward – Mina auf der Terrasse – Minas Schlafzimmer / Die Abtei – Das Ende von Dracula – Epilog