In Ignalina herrscht oft die Meinung vor, dass es den wunderschönen, grünen Stadträumen an kleinen architektonischen Elementen und Skulpturen mangelt, die die Einzigartigkeit dieses gemütlichen, von Seen umgebenen Städtchens besser zum Ausdruck bringen könnten. Natürlich gibt es die alte Steinskulptur „Ramybė“, „Dviratininkas“ (von J. Grunda) und die Holzskulptur der Legende von Ignalina (von G. Černius), die zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden ist, aber wir wünschen uns dennoch etwas Neues, Freies, Verspieltes und Auffälliges.
In letzter Zeit hörten die Einwohner von Ignalina von wunderschönen Plänen und sogar von fünf Skulpturen professioneller Künstler, die die Stadt in diesem Herbst verschönern werden. Die erste von ihnen begrüßte den Sommeranfang. Es ist das „Mädchen“ des Bildhauers Alberts Danilevičius, das er liebevoll Žuvėdrytė nennt. So niedlich und zart, steht es ganz bescheiden auf einem Platz direkt neben dem Freiheitsplatz.
Diesen Winter schmücken Schilfskulpturen von Alberts Danilevičius das Ufer des Lūšiai-Sees in Palūšė, und ein weiteres seiner fünf neuen Werke wird im Stadtpark am Palaukinis-See zu sehen sein. Auch die Bildhauer Kęstutis Musteikis, Liutauras Griežė, Arvydas Ališanka und der in Ignalina lebende Raimondas Žievys arbeiten in Ignalina. Man hofft, dass die künstlerischen Überraschungen, die an verschiedenen Orten entstanden sind, der Stadt neue Farben und noch mehr Attraktivität verleihen werden.
Diese künstlerischen Aktivitäten sind Teil des Projekts „Art Trap. Entwicklung eines Netzwerks von Künstlerresidenzen in der Lake District Region“. Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Kultur“ durchgeführt und von Island, Liechtenstein und Norwegen finanziert. Projektpartner: Öffentliche Einrichtung „Euroregion Lake District Directorate Office“, Regionalmuseum Ignalina, Kulturzentrum Visaginas, Kunstgalerie Dusetai, Heimatmuseum Utena, Öffentliche Einrichtung „Kuri veikia“, Simbahollin (Island).
Information aktualisiert am 2025-12-11

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